Karate

karate training zellamehlis

 

 

Trainingszeiten:

Kinder Di. u. Do. 17.00

Jugend/Erw. Di. 18.00

 

 

 

Karate…genau genommen Karate- Do „ der Weg der leeren Hand“ ist eine Kampfkunst die sich auf der heute zu Japan gehörenden Insel Okinawa unter chinesischem Einfluss entwickelte. Sie wird seit Ende der 50iger Jahre in Deutschland gelehrt. Karate wurde entwickelt als die Japanische Regierung in ihrem Land ein Verbot gegen die Nutzung von Waffen für den einfachen Bürger einführte. Um sich jedoch trotzdem zur Wehr setzen zu können, entwickelte man diese bestimmte Art der Selbstverteidigung ohne und gegen Waffen – genannt Karate. Der Begründer dieser Kampfkunst heißt Gichin Funakoshi und lebte von 1868 bis 1957.

Es existieren folgende Stilrichtungen:
Goju – Ryu, Wado- Ryu, Shito-Ryu und Shotokan Karate. Wir trainieren nach der ursprünglichen,
der von Gichin Funakoshi begründeten Stilrichtung – Shotokan Karate.

karate

Gichin Funakoshi Begründer der Stilrichtung Shotokan Karate


karate kleidungKleidung und ihre Bedeutung
Die Kleidung im Karate besteht primär aus dem Karate Gi und dem Gürtel.
Bei Wettkämpfen oder Randori im Training auch Schutzausrüstung wie Mundschutz, Fuß- und Schienbeinspannschutz und Faustschützer. Je nach Wettkampf oder Dojo- Regelement. Der Karate Gi, bestehend aus einer Hose (Zubon) einer Karate-Jacke (Uwagi) und dem Gürtel (Obi) symbolisiert die Gleichstellung Gegenüber trotz der Gürtelfarbe. Keine soll sich für jemand besseren halten. Die Einfachheit ist gekennzeichnet durch die Herkunft derer die begannen Karate zu Üben. Es waren einfache Bürger und Bauern die meist auch nicht die finanziellen Mittel besaßen ihre Kleidung einzufärben. Außerdem soll es die Reinheit der Seele verkörpern und somit dazu anregen sich „genau wie sein Anzug zu verhalten“ und mit sich im reinen zu sein.


Auch die einzelnen Gürtelfarben haben eine Bedeutung:

Weiß – Anfänger, Schnee liegt auf der Landschaft

Gelb – Der Schnee schmilzt, die gefrorene Erde leuchtet gelb

Orange – Die Sonne erwärmt die Erde, sie ist fruchtbar

Grün – Der Samen keimt, ein Pflänzchen kommt

Blau – Die Pflanze wächst zum Himmel, Sie wird langsam stark

Braun – Der Baum hat eine starke Borke, er ist jetzt ausgewachsen

Schwarz – Meister, das Wandeln der Stille

Begrüßung :
Meister oder ein von ihm autorisierter Sempai (meist Ranghöchster Schüler) gibt Beginn des Trainings zu erkennen

Meister und Schüler stellen sich frontal zueinander auf und nehmen den Stand Musubi-Dachi ein.

von den Weißgürteln zur Linken bis zu den Schwarzgürteln zur Rechten, dabei achten die Schüler darauf, dass ihre Zehen nicht die gedankliche Linie überschreiten, die der Sempai vorgegeben hat; denn dies käme einer Herausforderung des Sempai gleich.

Sempai geht einen Schritt vor und dreht sich neunzig Grad nach links, sodass er die ganze Reihe gut im Blickfeld hat.

Erst wenn sich der Meister zur Begrüßung hinkniet, machen es Sempai und Kohai (Schüler) nach. Zuerst berührt das linke und danach das rechte Knie den Boden. Dabei ist der Rücken gerade, der Fußspann auf dem Boden abgelegt und der Blick zum Sensei gerichtet.

Auf das Kommando: „Mokusō, schließen alle die Augen. Die Meditation beginnt. Während der Meditation atmet man tief und fest ein. Man stellt sich den Ki-Fluss im eigenen Körper vor und stellt sich gedanklich auf das Training ein. Hier löst sich der Karateka gedanklich von der Alltagsroutine und bereitet sich auf das Karatetraining vor.

Der Sempai beendet die Meditation mit dem Kommando „Mokusō yame!“, woraufhin alle die Augen öffnen. Gleich darauf folgt das jeweilige Begrüßungskommando. In der Regel, wenn nur der Sensei anwesend ist, heißt es: „Sensei ni rei!“

Auf das Kommando „Sensei ni rei!“ erfolgt die Begrüßung. Die linke Hand wird zuerst auf den Boden abgesetzt, sodass die Handinnenfläche den Boden berührt. Nun folgt die rechte Hand; sie wird daneben abgesetzt oder leicht über der linken Hand. Während dieser Verbeugung im Knien sprechen Schüler und Meister den gegenseitigen Gruß „Ossu!“ aus. Nach der mündlichen Begrüßung („Ossu!“) richtet der Karateka den Oberkörper wieder auf, nimmt also die Haltung während der Meditation wieder ein.

Nun steht der Meister als erstes auf, dann der Sempai. Der Sempai gibt nun entweder ein Zeichen oder das Kommando, dass sich auch die Kohai erheben mögen. Das Aufstehen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge zum Abknien. Das heißt, das rechte Bein löst sich zuerst vom Boden und wird aufgestellt und im Stehen zum linken Fuß herangezogen, so dass man wieder im Musubi-Dachi steht. Die Handflächen liegen auf der Oberschenkelaußenseite.

Nun, wo sich alle im Musubi-Dachi gegenüberstehen, verbeugt man sich im Stehen und grüßt einander mit „Ossu“. Der Oberkörper wird dabei in einem Winkel von ungefähr dreißig Grad gebeugt.

Nach dieser Verbeugung ist die traditionelle Begrüßung abgeschlossen. Der Meister setzt nun mit dem Training fort.

Verhalten im und außerhalb des Dojos

Bei Betreten und Verlassen des Dojos verbeuge ich mich vor der Trainingsstätte und zeige damit meinen Respekt und die Dankbarkeit an diesem Ort Trainieren zu dürfen.

  • Ich verhalte mich ruhig im Dojo und behandele es sorgfältig und bedacht.
  • Ich erscheine pünktlich zum Training. Wenn ich zu spät erscheine führe ich die Begrüßung zum Training selbstständig am Rand durch und warte auf weitere Anweisungen meines Meisters.
  • Während des Trainings wird nicht geredet wenn man nicht aufgefordert wird. Die Begrüßung und das Training wird diszipliniert durchgeführt.
  • Alle Personen im Dojo sind Respektspersonen.
  • Ich erscheine mit gepflegten Finger- und Fußnägeln (nicht lackiert), und trage meinen Karate- Gi ordnungsgemäß. Meinen Gürtel binde ich ebenfalls ordentlich.
  • Ich bin das gesamte Training über konzentriert und achte darauf das ich meine Trainingspartner nicht verletze.
  • Liegen auf der Matte, Abstützen mit den Armen und ausgestreckte Beine sind im höchten Grade gefährlich und schwere Verstöße gegen die Etikette
  • Essen, trinken und kauen bzw. etwas im Mund haben sind während des Trainings nicht gestattet.
  • Den Anweisungen des Meisters ist Folge zu leisten. Das schließt nicht aus ,dass die Anweisungen kritisch untersucht und mit dem Lehrer diskutiert werden.


Die Regeln des Karate

  • Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.
  • Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.
  • Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.
  • Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.
  • Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.
  • Es geht einzig darum, den Geist zu befreien.
  • Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.
  • Denke nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet.
  • Karate üben heißt, es ein Leben lang zu tun.
  • Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen.
  • Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst.
  • Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert.
  • Wandle dich abhängig vom Gegner.
  • Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und des Nicht-Treffens ab.
  • Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.
  • Sobald man vor die Tür tritt, findet man eine Vielzahl von Feinden vor.
  • Feste Stellungen gibt es für Anfänger, später bewegt man sich natürlich.
  • Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil.
  • Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.
  • Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem.

Was wird gelehrt?

Karate ist weit mehr als nur eine Sportart. Es gleicht einer Lebenseinstellung. Wer Karate betreibt sollte mit Leib und Seele dabei sein. Karate ist eine Kampfkunst die sowohl auf Regeln der Höflichkeit und des Respekts, als auch auf der Beherrschung des eigenen Körpers und dem streben nach der Perfektion der einzelnen Bewegungen basiert.

Karate verfolgt mehrere Ziele:

  • das Ziel Körper und Geist in eine Linie zu bringen und dies in
  • Bewegung und Benehmen zu veranschaulichen.
  • Karate lehrt den Respekt. Respektieren von Menschen, Umwelt und vor Allem sich selbst.
  • Es ist eine Kampfkunst in der die Höflichkeit und Disziplin eine sehr große Rolle spielen. Im Karate ist nichts ohne Bedeutung.
  • Karate macht den eigenen Körper zu einer Waffe und lehrt gleichzeitig dem richtigen Umgang mit dieser.
  • Karate ist eine reine Selbstverteidigungskampfkunst. Wie die 2. Regel besagt : „Im Karate gibt es keinen ersten Angriff“
  • Karate fördert Koordination, Fitness, Reaktion, Schnelligkeit und Benehmen.